- Was ist IPfonie extended link?
- Kann ich IPfonie extended link mit jeder TK-Anlage nutzen?
- Kann ich die bestehenden Durchwahlnummern weiterhin nutzen?
- Was muss ich bei der Standortanbindung beachten?
- Kann ich Daten und Sprache über einen Zugang abwickeln?
- Was ist bei der Wahl des Sprachkanalpakets für IPfonie extended link zu berücksichtigen?
1. Was ist IPfonie extended link?
IPfonie extended link ist technisch ein SIP-Trunk und dient der Sprachanbindung von Microsoft
® Lync
TM 2010 über das Internetprotokoll (IP) mit dem öffentlichen Telefonnetz.
2. Kann ich IPfonie extended link mit jeder TK-Anlage nutzen?
IPfonie extended link ist voll kompatibel mit der Microsoft-Spezifikation „Partner Specification - SIP Trunking Interoperability - Wave 14“ und unterstützt somit Microsoft
® Lync
TM-Server. Bisher ist QSC keine weitere TK-Anlage im Markt bekannt, die ebenfalls diesen Standard unterstützt.
3. Kann ich die bestehenden Durchwahlnummern weiterhin nutzen?
Ja, IPfonie extended link unterstützt Rufnummernblöcke und Durchwahlrufnummern: nach der Portierung der Rufnummern in das QSC-Netz werden alle Rufnummern eines oder optional mehrerer Rufnummernblöcke zur öffentlichen IP-Adresse des Microsoft
® Lync
TM-Servers geleitet. Optional können auch portierte Einzelrufnummern zu dieser IP-Adresse geleitet werden.
4. Was muss ich bei der Standortanbindung beachten?
Damit Microsoft® LyncTM 2010 robust mit Sprachdaten versorgt werden kann, muss die Standortanbindung folgendes bieten:
- 100 kbit/s pro gleichzeitig benötigter Sprachverbindung in beide Übertragungsrichtungen
- durchgängiger, bidirektionaler Bandbreitenschutz bzw. Quality of Service (QoS) bis zum QSC-Backbone
- der (die) Microsoft® LyncTM-Server können eine öffentliche IP-Adresse erhalten
Bei Nutzung einer QSC-Internet oder -IP-VPN-Anbindung beachten Sie bitte dies:
- bei Nutzung eines QSC-Internet-Links sollte das Merkmal „Voice ready“ beauftragt werden
- bei Nutzung eines QSC-IP-VPN-Links sollte das Merkmal „QSC-Class of Service“ (CoS) beauftragt und die DiffServ Markierung genutzt werden
Bemerkung: sollen auch Telefonendgeräte Standortübergreifend an einem Microsoft® LyncTM-Server betrieben werden, empfiehlt sich hierfür ebenfalls der Einsatz von IP-VPN-Links mit dem Merkmal „CoS“.
5. Kann ich Daten und Sprache über einen Zugang abwickeln?
Ja, dies ist möglich, aber abhängig von der Bandbreite und der QoS. Wir empfehlen zur optimalen Nutzung ein Bandbreitenmanagement, das z. B. bei Internetzugängen der QSC durch die Funktion „Voice Ready“ und bei QSC-IP-VPN-Anschlüssen durch die Option „QSC-Class of Service“ gegeben ist. Ist ein solcher QoS-Mechanismus nicht vorhanden, kann es zu Qualitätseinbußen bis hin zu einem Verbindungsabbruch bei der Sprachübertragung kommen, wenn zeitgleich große Datenmengen (z. B. Downloads) übertragen werden. Auch im Kunden-LAN muss bei gleichzeitiger Übertragung von Daten und Sprache ein QoS-Mechanismus auf allen Netzkomponenten eingerichtet werden. Bestehen Zweifel darüber, ob das kundenseitige LAN Voice over IP-fähig ist und alle Voraussetzungen erfüllt sind, die für die ordnungsgemäße Funktionalität von IPfonie extended link erforderlich sind, bietet QSC kostenpflichtige Audits an.
6. Was ist bei der Wahl des Sprachkanalpakets für IPfonie extended link zu berücksichtigen?
Die Wahl des Sprachkanalpaketes ist abhängig von der zur Verfügung stehenden Bandbreite und dem im Microsoft
® Lync
TM-Server eingestellten Codec. QSC unterstützt den Codec G.711. Mit Hilfe des Spracherlangfaktors und der Nutzeranzahl ermitteln Sie zunächst die Anzahl der gleichzeitig benötigten Sprachkanäle. Diese runden Sie auf 10 auf und bestellen die sich hieraus ergebende Sprachkanalzahl bei QSC. Auf dem Microsoft
® Lync
TM-Server stellen Sie gemäß den von Microsoft zur Verfügung gestellten Dokumenten „Bandwidth Policy Profiles“ und „Call Admission Control“ (siehe dort die Stichwörter „create a network site“ und „create an inter-site policy“) unbedingt die maximale Anzahl an aufbaubaren Sprachkanälen zum öffentlichen Telefonnetz ein.