Hallo, ich bin der Neue!

Ich ging durch das Tor am Grasweg und erneut holte mich das Gefühl ein, das ich schon am Tag meines Vorstellungsgesprächs hatte: „Bin ich hier richtig?“

Einblicke

Hallo, ich bin der Neue!

Als ich anbot, über meine ersten 100 Tage zu schreiben, war das zu einer Zeit, als ich noch jeden Tag zum Grasweg fuhr und gerne in mein Büro gegangen bin. Das würde ich immer noch gerne tun, doch die Zeiten haben sich aktuell geändert, und ich schreibe diesen Text aus dem Home-Office.

Der erste Arbeitstag fühlt sich immer besonders an. Selbst, wenn man, wie ich, schon einige Erfahrung mitbringt. Ich habe an einem 1. Juli angefangen. Es war ein schöner, sonniger Tag, und ich hatte schon ein Gefühl der Vorfreude, als ich von der U-Bahnstation am Stadtpark entlang ging.

Ich ging durch das Tor am Grasweg und erneut holte mich das Gefühl ein, das ich schon am Tag meines Vorstellungsgesprächs hatte: „Bin ich hier richtig?“ Aber dann sah ich das langgestreckte Gebäude, das vom Grasweg aus gar nicht sonderlich auffällt, und wusste: „Ja, bin ich.“

Am Empfang wurde ich sehr freundlich begrüßt. Ich bekam einen Blumenstrauß, meinen Ausweis und meine Proficard. Dann habe ich mich in die Kantine gesetzt und auf meinen Vorgesetzten gewartet, da ich etwas zu früh war.

Ich hatte meinen Kaffee noch nicht ausgetrunken, als zwei – mir bis dahin unbekannte – Kollegen in die Kantine kamen.
„Moin, du bist bestimmt der neue Kollege.“
„Ja. Hallo, ich bin Christoph.“
„Herzlich willkommen. Komm mit uns, dann musst Du hier nicht mehr warten.“

Ich war angenehm überrascht, wie unkompliziert sich das alles gestaltete. Bei so einem großen Unternehmen hatte ich mir den Einstieg schwieriger vorgestellt. Bald darauf war ich in meinem neuen Büro angekommen.

In den ersten zwei Tagen lernte ich dann alles kennen: Kolleginnen und Kollegen, Arbeitstools wie Confluence und Jira, wo ich wen finde – alles war gut strukturiert und vor allem waren alle sehr offen und freundlich.

100 Tage vergehen wie im Flug. Noch ist nicht alles ausgepackt, 
aber das Home-Office funktioniert © Christoph Zapatka

100 Tage vergehen wie im Flug. Noch ist nicht alles ausgepackt, aber das Home-Office funktioniert © Christoph Zapatka

Christoph Zapatka, Technical Architect MS Cloud

Ein Artikel von Christoph Zapatka
Technical Architect MS Cloud

„Bei dem hohen Innovationstempo in meinem Umfeld kann ich jeden Tag etwas neues lernen.“

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Am dritten Tag wurde ich gebeten, bei einer Transition einzuspringen. Nun könnte man denken, Transitionen sind das Brot-und-Butter-Geschäft, also unproblematisch. Aber so einfach ist das nicht. Jede Transition ist anders, die Anforderungen, die Zeitfenster – alles kann sich ändern. Und bei dieser Transition war das Zeitfenster sehr eng.

Meine Aufgabe bestand darin, die Wünsche des Kunden in konkrete Anforderungen und Leistungen umzuformulieren und diese mit seiner Gesamtarchitektur zu verbinden. Also eigentlich ein Job für jemanden, der das Unternehmen perfekt kannte – oder eben jemanden, der es dringend kennenlernen musste. Mir blieb nichts anderes übrig, als mit Vollgas einzusteigen. Und so nutzte ich das Projekt als Gelegenheit, bei QSC so richtig Fuß zu fassen. Natürlich hätte ich auch jeder Zeit gegen Wände laufen und nach 14 Tagen komplett scheitern können. Vermutlich hätte ich auch deutlich weniger zum Gelingen des Projekts beigetragen, wenn mich die neuen Kollegen nicht so tatkräftig unterstützt hätten.

Fachwissen zu haben ist das eine, es anwenden zu können das andere – aber ohne Team, ohne die Unterstützung derer, die mir die Chance gegeben haben, Teil ihres Teams zu sein, wäre alles ganz anderes und nicht unbedingt besser verlaufen.

Diese Transition bestimmte meine ersten 100 Tage.

Es gab so viel zu tun, und wir haben es immer wieder geschafft, auf neue Anforderungen effizient und erfolgreich zu reagieren. So bin ich mit diesem Prozess in QSC hineingewachsen und war sehr zufrieden, als wir nicht nur in-Time, sondern sogar etwas früher fertig geworden waren.

Natürlich ist das nicht immer einfach gewesen – natürlich hakt auch mal was, so ist IT. Wichtig für mich ist nur, dass ich jeden Tag sehr gerne durch das Tor am Grasweg gegangen bin. Auch wenn ich mich über die derzeitige Arbeitssituation am heimischen Schreibtisch (oder dem Sofa) nicht beschweren will, den persönlichen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen vermisse ich. Und deshalb freue ich mich schon auf den Tag, an dem ich wieder durch das Tor am Grasweg gehen werde.