QSC-COLOCATION STANDORT MÜNCHEN

Nachdem im Jahr 2006 der Halbleiterhersteller Infineon seinen Firmensitz an den Münchner Stadtrand verlegt hatte, wurde das gesamte Gelände grundsaniert und zu einem Büro- und Gewerbegelände umgebaut. Dabei wurde nach dem Konzept der bestandsorientierten Nutzung vorgegangen: Die vorhandenen Gebäude wurden in Anknüpfung an Bestehendes umgebaut; gleichzeitig aber wurde hinsichtlich der Geländenutzung ein vollkommen neuer Schritt vollzogen. So finden sich heute auf der „neuen balan“ eine Mischung an Firmen unterschiedlicher Größen aus folgenden Bereichen: IT, Börse, Werbung, Bekleidung, Medien, Kommunikation, Gastronomie, Design, Architektur, Bau, Manufaktur, Fachhandel, Fotografie, Touristik, Physiotherapie, Elektronik, Software, Entertainment, Steuern, Immobilienhandel, Kosmetik, Verlag, Publizistik, Kunst.

Gebäude
Das Gebäude wurde unter maßgeblicher planerischer Beteiligung von QSC vom Investor, der Südboden Grundbesitz AG, im Jahr 2011 grundsaniert und am Bedarf eines modernen Rechenzentrums umgewidmet. Dabei konnten die hohen Anforderungen an Brandschutz, Stromversorgung und Klimatisierung im besonderen Maße berücksichtigt werden. Heute verfügt das Rechenzentrum über eine Fläche von rund 5.000 Quadratmetern, wovon rund 1.000 Quadratmeter als Reservefläche zur Verfügung stehen und bei Bedarf binnen kurzer Zeit weiter ausgebaut werden können.

Stromversorgung

Das Gebäude wird mit einer Gesamtleistung von rund 3,2 MVA mit Strom versorgt. Neben der redundanten USV-Versorgung stellen zwei Notstromaggregate mit einer Gesamtleistung von 3,5 MVA den unterbrechungsfreien RZ-Betrieb sicher. Rund 30.000 Liter Kraftstoff garantieren eine maximale Verfügbarkeit – auch an ungünstigen Zeitpunkten wie dem ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag. Damit im ungünstigsten Fall auch während eines längeren Stadtnetzausfalls das Rechenzentrum weiterhin mit Notstrom betrieben werden kann, besteht ein Liefervertrag mit einem nahegelegenen Kraftstofflieferanten, der binnen 24 Stunden die Kraftstofftanks befüllt.

Klimaversorgung

Die rund 400 derzeit betriebenen Racks werden von insgesamt zwei Umluftklimageräten in 2N-Topologie versorgt, was bedeutet, dass selbst bei einem Totalausfall eines Klimakreislaufs das Rechenzentrum trotzdem weiterhin vollständig klimatisiert wird. Dafür sorgen auch die zwei Großkälteanlagen, die vom Dach des Rechenzentrums aus die RZ-Flächen mit einer Gesamtkühlleistung von rund 2 MW voll redundant die RZ- und Betriebsräume versorgen.

Backbone

QSC hat seit 2016 massiv in den Ausbau ihrer Backbone-Infrastruktur investiert und stellt sukzessive von einer Stern- auf eine Ringtopologie um, die bundesweit alle QSC-Standorte miteinander verbindet. Dazu wird eine neue hochmoderne Core-Router-Infrastruktur erstellt sowie die Kapazität der Verbindungen zwischen den sogenannten Metropolitan-Service-Centern (MSC) vollredundant auf ein 100 Gigabit-Backbone erweitert. Über eine solch hohe Bandbreite im Backbone verfügen nur ganz wenige Netzbetreiber in Deutschland. Das neue Core Backbone verknüpft die Rechenzentren von QSC in Hamburg, Frankfurt, Nürnberg und München zu einem produktiven Gesamtverbund und bietet Kunden auch anspruchsvolle Hochverfügbarkeitsszenarien (Dual Datacenter) mit redundanter, standortübergreifender Vorhaltung ihrer gesamten Business-IT. Übergabepunkte zu nationalen und internationalen Providern sowie Anbindungen an Internet-Austauschpunkte (z.B. DeCIX) garantieren zudem hohe Geschwindigkeiten und Übertragungsqualitäten auch im netzübergreifenden und weltweiten Datenverkehr.